Zum Hauptinhalt springen

ML Polyolefins

Wissensbasis

PCR im Kunststoffrecycling – wie Verarbeiter Post-Consumer- und Industrieabfälle kombinieren

PCR im Kunststoffrecycling – wie Verarbeiter Post-Consumer- und Industrieabfälle kombinieren

Kunststoffrecycler stehen täglich vor derselben Herausforderung: Wie lassen sich zwei sehr unterschiedliche Abfallströme – Post-Consumer- und Industrieabfälle – zu einem Rohstoff verarbeiten, der die Anforderungen bei der Herstellung neuer Produkte erfüllt? In diesem Artikel zeigen wir, wie dieser Prozess in der Praxis aussieht – von der Abfallklassifizierung bis zum fertigen Regranulat.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Ein Kunststoffverarbeiter und Recycler arbeitet parallel mit Abfällen aus privaten Haushalten und aus industriellen Produktionsbetrieben. Die wichtigsten Punkte dieses Artikels sind:

  • PCR-Kunststoff stammt aus dem Recycling von Post-Consumer-Abfällen wie Flaschen, Folien und Kanistern, während PIR aus Industrieabfällen entsteht, die während Produktionsprozessen anfallen. Beide Materialströme sind für einen stabilen Recyclingbetrieb von Bedeutung.
  • Der Recyclingprozess von PCR umfasst unter anderem Sortierung und Reinigung sowie anschließend Zerkleinerung, Regranulierung und die Herstellung von Mischungen für industrielle Anwendungen.
  • Eine korrekte Abfallklassifizierung bereits an der Quelle sowie die getrennte Behandlung von Post-Consumer- und Industrieabfällen wirken sich unmittelbar auf die Qualität des Rezyklats und die Verarbeitungskosten aus.
  • Der Einsatz von PCR-Kunststoff kann den CO₂-Fußabdruck von Verpackungen reduzieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas verringern.
  • Am Ende des Artikels finden Sie einen FAQ-Bereich mit Antworten auf praktische Fragen von Unternehmen.

Was bedeutet PCR in der Kunststoffverarbeitung?

PCR stammt aus Post-Consumer-Abfällen – also aus Produkten und Verpackungen, die bereits von Verbrauchern genutzt wurden und anschließend über kommunale Getrenntsammlungssysteme oder andere Rücknahmesysteme in den Recyclingkreislauf gelangen. Dabei handelt es sich um einen Rohstoffstrom mit vergleichsweise großen Schwankungen, aber auch mit erheblichem Potenzial.

  • Typische Eingangsmaterialien sind PET-Getränkeflaschen, die in Polen seit Einführung des Pfandsystems nach 2025 gesammelt werden, HDPE-Kanister aus dem Bereich Haushaltschemie sowie LDPE-Folien aus Transport- und Sammelverpackungen, darunter Stretchfolien zum Umwickeln von Kartons und Paletten.
  • Aus Sicht des Verarbeiters umfasst PCR unterschiedliche Rezyklate wie rPET, rHDPE, rPP und rLDPE. Aufgrund organischer Verunreinigungen, Etiketten und anderer Fremdstoffe sind häufig leistungsfähige Sortier- und Waschanlagen erforderlich.
  • Im Vergleich zu Neuware weist PCR-Rezyklat häufig größere Schwankungen hinsichtlich Farbe und mechanischer Eigenschaften auf. Je nach Anwendung kann deshalb der Einsatz von Stabilisatoren und Additiven erforderlich sein. Gleichzeitig ist die Herstellung von Rezyklaten in der Regel mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck und einem niedrigeren Verbrauch fossiler Rohstoffe verbunden.
  • Der Anteil von PCR-Material in einem Endprodukt kann je nach Qualitätsanforderungen und Produktspezifikation zwischen 10 % und 100 % liegen.

 

Zwei Rohstoffströme: Verpackungsabfälle, Post-Consumer-Abfälle und Industrieabfälle

Ein Recyclingbetrieb kann parallel mit zwei grundlegenden Materialströmen arbeiten, die sich hinsichtlich Reinheit, Homogenität und Aufbereitungsaufwand deutlich voneinander unterscheiden.

  • Post-Consumer-Strom – Verpackungsabfälle aus der kommunalen Getrenntsammlung, Lebensmittelverpackungen sowie Folien aus Handel und Distribution. Da diese Materialien von Millionen Verbrauchern stammen, unterscheiden sie sich erheblich hinsichtlich Kunststoffart, Farbe und Verschmutzungsgrad. Sie können Lebensmittelreste, organische Verunreinigungen oder sogar Elektro- und Elektronikaltgeräte enthalten, die irrtümlich über Kunststoffsammelsysteme entsorgt wurden.
  • Industrieabfallstrom – Abfälle, die bei Produktionsprozessen entstehen, unter anderem in der Kunststoffverarbeitung, im Bauwesen und bei Service- und Instandhaltungsarbeiten. Dazu gehören beispielsweise Angüsse aus dem Spritzguss, fehlerhafte Bauteile, Randbeschnitte aus der Extrusion und Produktionsfolien. PIR ist in der Regel homogener, beispielsweise sauberes PP aus einer bestimmten Spritzgussanlage, wodurch aufwendige Waschprozesse teilweise reduziert werden können. Industrieabfälle werden je nach Herkunftsbranche üblicherweise unterschiedlichen Abfallgruppen zwischen 07 und 17 zugeordnet.
  • In der Praxis kann der Verarbeiter beide Ströme in unterschiedlichen Anteilen kombinieren und daraus Rezyklatmischungen für konkrete Anwendungen herstellen – beispielsweise für technische Eimer, Bauprofile oder Logistikkomponenten. Das Mischungsverhältnis hängt von den Anforderungen des Kunden an mechanische Eigenschaften, Optik und Preis ab.

Abfallklassifizierung und Dokumentation für Recyclingbetriebe

Eine korrekte Abfallklassifizierung bildet die Grundlage des gesamten Recyclingprozesses. Ohne sie kann ein Recyclingbetrieb das Material weder rechtskonform annehmen noch eine kontrollierte Qualität des erzeugten Rezyklats sicherstellen.

  • Industrieabfälle machen mehr als 90 % der gesamten Abfallmasse in Polen aus. Rund 80 % der Masse der Industrieabfälle stammen aus Bergbau und Gewinnung mineralischer Rohstoffe. Der verbleibende Anteil – darunter Kunststoffabfälle, Stäube, Metalle sowie Bau- und Abbruchabfälle – kann dennoch eine wertvolle Quelle für Sekundärrohstoffe darstellen.
  • Industrieabfälle werden gemäß dem polnischen Abfallkatalog in die Gruppen 01 bis 19 eingeteilt. Typische Abfallschlüssel für Kunststoffe sind beispielsweise 07 02 13 für Kunststoffabfälle aus der Produktion und 15 01 02 für Kunststoffverpackungen. Gefährliche Abfälle sind im Katalog mit einem Sternchen gekennzeichnet. Sie dürfen nicht über eine konventionelle Recyclinglinie verarbeitet werden und erfordern eine gesonderte Behandlung. Nicht recyclingfähige Fraktionen müssen entsprechend den geltenden Vorschriften einer geeigneten Verwertung oder Beseitigung zugeführt werden.
  • Industrieabfälle dürfen grundsätzlich maximal drei Jahre gelagert werden. Abfallerzeuger müssen daher für einen effizienten Transport und die rechtzeitige Übergabe zur Verwertung sorgen. Ist eine stoffliche Verwertung oder ein Recycling nicht möglich, bleiben andere gesetzlich zulässige Entsorgungswege beziehungsweise die Deponierung als letzte Option.
  • Unternehmen, die Abfälle übergeben, sind dafür verantwortlich, die richtigen Abfallschlüssel zuzuordnen, die erforderlichen Einträge im elektronischen BDO-System zu führen, eine Abfallübernahmekarte beziehungsweise KPO auszustellen und die jeweils erforderlichen Genehmigungen zu besitzen. Mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Abfälle dürfen nicht in recyclingfähige Materialströme eingebracht werden. Lösungsmittel, chemische Rückstände oder metallische Verunreinigungen können dazu führen, dass eine gesamte Charge nicht angenommen werden kann.
  • Aus Sicht des Recyclers gilt: Je besser die Trennung und Klassifizierung bereits an der Quelle, desto geringer der Reinigungsaufwand und desto höher die potenzielle Qualität des Regranulats. Gefährliche Abfälle sowie Elektro- und Elektronikaltgeräte benötigen separate Anlagen, Verfahren und Genehmigungen.

Der PCR-Recyclingprozess im Verarbeitungsbetrieb

Die Verarbeitung von Kunststoffabfällen zu fertigem Regranulat umfasst mehrere zentrale Prozessschritte. Jeder einzelne davon beeinflusst die Qualität des Endmaterials.

    • Sammlung und Annahme: Abfälle aus kommunalen Sammelsystemen und Industriebetrieben gelangen in das Recyclingwerk. Dort werden sie gewogen, visuell kontrolliert und hinsichtlich Abfallschlüssel sowie BDO-Dokumentation geprüft. Zusätzlich wird jede Charge auf Art und Umfang der Verunreinigungen bewertet.
    • Vorsortierung: Kunststoffe werden mechanisch von Papier, Glas, Metallen und anderen Fremdstoffen getrennt. Zum Einsatz kommen beispielsweise Trommeln, Siebe und verschiedene Separationssysteme. Metallische Fraktionen können unter anderem mithilfe magnetischer Systeme und Wirbelstromabscheider entfernt werden.
    • Erweiterte Sortierung: Optische NIR-Sortierer erkennen Kunststoffart und Farbe. Dies ist insbesondere bei Post-Consumer-Material von Bedeutung. Schwarze Kunststoffe stellen weiterhin eine Herausforderung dar, da konventionelle optische Systeme sie teilweise nur eingeschränkt erfassen können.
    • Waschen und Trennen: Eine Waschanlage kann Heißwäsche bei etwa 60–80 °C unter Einsatz von Reinigungsmitteln, Dichtetrennung im Float-Sink-Verfahren zur Trennung von PP und PE von PET, Etikettenentfernung sowie die Abscheidung mineralischer Verunreinigungen umfassen. Dabei entsteht Prozesswasser, das vor Wiederverwendung oder Ableitung entsprechend aufbereitet werden muss. Eine wirksame Reinigung ist entscheidend für eine konstante Qualität des Rezyklats.
    • Zerkleinerung und Agglomeration: Das Material wird zu Flakes zerkleinert. LDPE-Folien können zusätzlich agglomeriert werden, um die Schüttdichte zu erhöhen und eine gleichmäßigere Dosierung bei der anschließenden Regranulierung zu ermöglichen.
    • Regranulierung beziehungsweise Extrusion: Das Material wird im Extruder aufgeschmolzen, über Siebe oder selbstreinigende Filtersysteme von verbleibenden Verunreinigungen befreit und entgast. Insbesondere bei PCR ist die Entgasung wichtig, da verbliebene organische Bestandteile flüchtige Verbindungen freisetzen können. Anschließend wird die Kunststoffschmelze zu Granulat verarbeitet.
    • Modifizierung und Qualitätskontrolle: Je nach Anwendung können UV-Stabilisatoren, mineralische Füllstoffe oder weitere Additive hinzugefügt werden. PCR-Rezyklat kann außerdem mit homogenerem PIR kombiniert werden, um definierte mechanische Eigenschaften zu erreichen. Parameter wie MFR, Festigkeit und Farbe werden geprüft, um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen.

    Anwendungen von PCR- und PIR-Rezyklatmischungen

    PCR- und PIR-Rezyklate kommen in zahlreichen Bereichen zum Einsatz – von vergleichsweise einfachen Logistikprodukten bis hin zu technisch anspruchsvolleren Bauteilen.

    • Technische Verpackungen und Logistikprodukte: Paletten, Kisten und Behälter aus PP oder PE können einen PCR-Anteil von etwa 30–80 % enthalten und bei Bedarf durch homogeneres Industrierezyklat ergänzt werden. PCR wird außerdem zunehmend in Verpackungen und Konsumgütern eingesetzt, die für eine wiederholte Nutzung innerhalb geschlossener oder teilgeschlossener Logistikkreisläufe vorgesehen sind.
    • Bauprodukte: Schutzrohre, Profile und Platten aus recyceltem HDPE können sowohl Material aus kommunalen Abfallströmen als auch Produktionsverschnitte enthalten. UV-Stabilisatoren und mineralische Füllstoffe können zur Verbesserung der Haltbarkeit eingesetzt werden.
    • Non-Food-Verpackungen: Flaschen und Kanister für Haushaltschemikalien können hohe Anteile an rHDPE enthalten, in manchen Anwendungen technisch sogar bis zu 100 %. Der Einsatz von PCR-Kunststoff kann die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus einer Verpackung reduzieren.
    • Automobilindustrie und Haushaltsgeräte: PIR kommt häufig in anspruchsvolleren Anwendungen zum Einsatz, beispielsweise bei Innenraumteilen, Abdeckungen oder Füll- und Strukturkomponenten. Entscheidend ist hier die Reproduzierbarkeit der Materialeigenschaften, weshalb solche Mischungen häufig einen höheren Anteil an homogenem Post-Industrial-Material enthalten.
    • Das optimale Mischungsverhältnis richtet sich nach den Anforderungen des Kunden, dem Preis, der gewünschten Optik und dem deklarierten Rezyklatanteil des Endprodukts. Dabei ist zu beachten, dass PCR-Kunststoff nicht biologisch abbaubar ist. Sein ökologischer Nutzen besteht vielmehr darin, vorhandenes Polymermaterial möglichst lange im Kreislauf zu halten und den Bedarf an Neuware zu reduzieren.

    Ökologische und wirtschaftliche Vorteile von PCR und Industrieabfällen

    Die parallele Verarbeitung beider Materialströme kann Recyclingunternehmen sowohl operative als auch ökologische Vorteile bieten. Gleichzeitig profitieren auch Unternehmen, bei denen Kunststoffabfälle entstehen.

    • Umwelt: Recycling kann die Menge der zu deponierenden Industrieabfälle reduzieren, die CO₂-Emissionen im Vergleich zur Herstellung von Kunststoffen aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas senken und die Kreislaufwirtschaft unterstützen. Die Herstellung von Neuware benötigt fossile Rohstoffe und Energie, während mechanisches Recycling den Bedarf daran reduzieren kann. Fraktionen, die sich nicht stofflich recyceln lassen, können einer energetischen Verwertung zugeführt werden. Diese steht in der Abfallhierarchie zwar unter dem Recycling, ist aber einer reinen Deponierung vorzuziehen.
    • Wirtschaftliche Vorteile für Verarbeiter: Industrieabfälle können eine vergleichsweise stabile Rohstoffquelle darstellen. Gleichzeitig erhöht die Verarbeitung unterschiedlicher Materialströme die Flexibilität bei der Herstellung kundenspezifischer Rezyklatmischungen. Dienstleistungen rund um die Abfallbewirtschaftung können zudem eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen. Die Arbeit mit PCR und PIR kann helfen, Schwankungen bei Verfügbarkeit, Qualität und Marktpreisen besser auszugleichen.
    • Vorteile für Abfallerzeuger: Unternehmen können Kosten für Lagerung und Entsorgung reduzieren, Einnahmen aus dem Verkauf wertvoller Recyclingfraktionen erzielen und ihre im BDO-System gemeldeten Recyclingkennzahlen verbessern. Umweltrechtliche Verantwortung ist verpflichtend, eine effiziente Abfallbewirtschaftung kann jedoch gleichzeitig zu einem wirtschaftlichen und organisatorischen Vorteil werden.
    • Regulatorische Anforderungen: Die EU-Verordnung 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) sieht ab 2030 Mindestanteile an Post-Consumer-Rezyklat in Verpackungen vor. Je nach Verpackungskategorie liegen diese zwischen 10 % und 35 %. In Polen lag der PCR-Anteil in Kunststoffverpackungen im Jahr 2020 bei rund 6 %. Bis zur Erfüllung künftiger Anforderungen besteht daher noch erhebliches Entwicklungspotenzial. Die durchschnittliche Recyclingquote für Kunststoffverpackungen in der EU lag 2022 bei 41 %.

FAQ – häufige Fragen von Unternehmen zu PCR und Industrieabfällen

Eignet sich jeder Kunststoffabfall aus einem Produktionsbetrieb für das PCR-Recycling?

  • Nein. Für konventionelles mechanisches Recycling eignen sich nur Materialien, die nicht mit gefährlichen Stoffen verunreinigt sind und ausreichend recyclingfähig vorliegen. Idealerweise handelt es sich um möglichst homogene Kunststoffströme, beispielsweise sauberes PP oder PE ohne Schwermetalle, Öle, Verbrennungsrückstände oder Lösungsmittel.
  • Mit anderen Fraktionen wie Papier, Metallen oder Bauschutt vermischte Abfälle erfordern eine aufwendigere Reinigung und Sortierung und können in manchen Fällen nur noch für eine energetische Verwertung geeignet sein.

Wie sollten industrielle Kunststoffabfälle vor der Übergabe an einen Recycler vorbereitet werden?

  • Trennung nach Kunststoffart, beispielsweise separate Behälter für PP, PE, PET und weitere Polymere.
  • Spritzgussabfälle sollten getrennt von Folien und anderen Kunststoffformen gesammelt werden.
  • Verunreinigungen durch Papier, Metall, Glas und andere Fremdstoffe sollten möglichst vermieden werden.
  • Behälter sollten eindeutig mit dem entsprechenden Abfallschlüssel gekennzeichnet werden. Außerdem müssen die erforderlichen Genehmigungen sowie eine korrekte Dokumentation im BDO-System vorhanden sein.

Kann PCR-Rezyklat in Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden?

  • Für ausgewählte Kunststoffe, beispielsweise rPET und bestimmte rHDPE-Materialströme, ist dies möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass der Recyclingprozess die strengen Anforderungen für Lebensmittelkontakt und Produktsicherheit erfüllt. Bestimmte Recyclingkunststoffe können gemäß den einschlägigen EU- und EFSA-Verfahren für Lebensmittelkontakt zugelassen werden.
  • In vielen Anwendungen wird PCR stattdessen für Non-Food-Verpackungen oder in Verpackungsschichten eingesetzt, die nicht unmittelbar mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Dies kann technisch einfacher und wirtschaftlicher sein.

Wie hoch kann der Anteil von PCR-Rezyklat in neuen Produkten sein?

  • Bei Produkten mit hohen optischen oder mechanischen Anforderungen, beispielsweise bestimmten Komponenten für Haushaltsgeräte oder die Automobilindustrie, können etwa 10–30 % eingesetzt werden.
  • In einfacheren technischen Anwendungen wie Schutzrohren, Paletten oder Kisten können technisch auch Anteile von bis zu 100 % möglich sein.
  • Der tatsächlich erreichbare Rezyklatanteil hängt letztlich von der Qualität des Eingangsmaterials, den geforderten Materialeigenschaften, dem Produktionsverfahren und der Spezifikation des Kunden ab.

Worin unterscheiden sich PCR und Rezyklat aus Industrieabfällen (PIR) hinsichtlich Preis und Verfügbarkeit?

  • PIR ist in der Regel homogener und hinsichtlich seiner Eigenschaften besser vorhersehbar. Dadurch kann der Aufwand für Sortierung und Reinigung geringer ausfallen. Seine Verfügbarkeit hängt allerdings direkt von der Produktionsmenge einzelner Industriebetriebe ab und ist daher häufig begrenzt.
  • PCR weist typischerweise größere Qualitätsschwankungen auf und kann aufgrund der intensiveren Sortier- und Reinigungsprozesse höhere Verarbeitungskosten verursachen. Gleichzeitig steht es über kommunale Sammelsysteme in wesentlich größeren Mengen zur Verfügung.
  • Aus Sicht eines Recyclers bietet die Verarbeitung beider Materialströme mehr Flexibilität hinsichtlich Rohstoffversorgung, Rezepturentwicklung, Qualitätssteuerung und Kostenoptimierung.

Zurück zum Blog

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.